Gesang

Der Gesang (Cante) ist das ursprüngliche Element des Flamencos, erst später kamen Tanz (Baile) und Gitarre (Toque) zum Flamenco dazu. Für den Nicht-Spanier ist der Cante wegen seines archaisch anmutenden Charakters fremdartig, auch weil ihm andere Tonfolgen zugrunde liegen als der europäisch-westlichen Musik. Anders als die typisch europäische Tonleiter, umfasst die Intervallstufe des Flamencos keine Oktave, sondern nur eine Sexte. Die Melodien bestehen oft aus Halbtönen, die doppelt überhöht sind, ohne dass sie zu einer neuen Tonstufe führen.

Die Ursprünge des Cante Flamenco reichen der herrschenden Meinung nach zurück bis in das 16. Jahrhundert. Die Entstehung des eigentlichen Flamencos wird Mitte des 18. Jahrhunderts datiert. Seine Wurzeln hat er im Milieu der Gitanos. Dennoch ist er tief von Wechselwirkung mit der andalusischen Folklore geprägt. Anfangs war der Cante Flamenco eng begrenzt auf die Gebiete um Sevilla, Cádiz, Jerez etc. Die absolute Armut und das weit verbreitete Elend unter den Gitanos werden oft als Ursache für die Intensität des Cante Flamenco gesehen. Dennoch enthalten die Texte (Coplas) kaum sozialkritische Elemente. Sie sind zumeist anonymer Herkunft und wurden mündlich überliefert.

Meistens bestehen die Verse der Coplas aus drei bis fünf Zeilen. Es gibt keine festen Regeln über die Anzahl der Zeilen in den Versen und das Reimschema ist ebenfalls frei. Die Coplas werden heute meist in einem andalusischen Dialekt gesungen, weil die Sprache der Gitanos (Caló) inzwischen fast ganz in Vergessenheit geraten ist.

Der Aufbau des Gesangs verläuft nach einem gewissen Schema.

Im Laufe der Zeit haben sich beim Cante Flamenco verschiedene Stile herausgebildet:

Cante Aflamenco , Cante Flamenco , Cante Jondo

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